Zwei weiteren Dingen - neben dem Rock 'n' Roll - hat Elvis Aaron Presley nachhaltig seinen Namen aufgeprägt: Dem (damals hochgradig unanständigen) Hüftschwung und der (damals relativ provozierenden) üppigen Haartolle.
Dabei hatte er ganz brav angefangen, nämlich als Sänger im Kirchenchor. Und bei Solchem wäre es womöglich geblieben, hätte er nicht die (damals außerordentlich originelle) Idee gehabt, seiner Mutter zum Discount-Preis im Studio eine Single mit einem Geburtstagslied aufzunehmen. Der Studioinhaber wurde auf ihn aufmerksam und verschaffte ihm unverzüglich einen Plattenvertag bei Sun Records.
Heutigen Musikern, deren Demotapes entweder ungeöffnet zurückgesandt werden oder (noch häufiger) ebenso ungeöffnet im Papierkorb landen, dürften solche klassischen Karriere-Stories die Tränen in die Augen treiben. Aber damals funktionierte das noch, und damals waren ja auch noch richtige Musiker in den Plattenfirmen, und nicht - so wie heute - nur noch Buchhalter, Anwälte und weitere artverwandte Verbrecher.
Für Elvis jedenfalls ging dann alles Schlag auf Schlag, ein Hit nach dem anderen, der erste Superstar der Pop-Geschichte war geboren, und es dauerte lange, bis schließlich Michael Jackson auf den Plan trat, um ihm den Ruhm des Pop-Gottes streitig zu machen.
Stars und Sternchen drehen sich nicht um die Welt, sondern meist nur um sich selbst. Dennoch gibt es viele Leute, die ihnen dabei zuschauen, und sei es auch nur, weil sie sich zielsicher lächerlich machen und Karikaturen ihrer selbst sind.