Witzige Karikaturen und satirische Kurzbiografien von Politikern, Managern und anderen überflüssigen Leuten.
 
Theo Waigel: Dr. Theodor Waigel ist eigentlich Jurist und Staatsbeamter ...
 
 

Theo Waigel  

 
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Kommentar/Kurzbiografie:
Dr. Theodor Waigel ist eigentlich Jurist und Staatsbeamter, also ein Langweiler wie er im Buche steht. Und wären da nicht diese spektakulären Augenbrauen, wäre er das vermutlich auch geblieben. So aber standen ihm natürlich alle Türen offen in Politik und Geldadel.
 
Allen noch in Erinnerung ist Waigel sicherlich als Finanzminister unter Helmut Kohl, wo er nicht nur mitverantwortlich für die Einführung des Euro zeichnet, sondern auch noch als dessen Namensgeber fungierte. Die Bezeichnung geht direkt auf einen von ihm eingebrachten Vorschlag zurück. Man kann also ohne Zweifel sagen, dass Waigel Geschichte schrieb und Spuren der Verheerung in Europa hinterließ, die ihresgleichen suchen.
 
Für sich persönlich war er in finanziellen Dingen allerdings wesentlich geschickter. Von Anfang an setzte er auf gut dotierte Aufsichtsratsposten und Beraterjobs, was einem nicht nur haufenweise Geld, sondern rückwirkend auch wieder politischen Einfluss einbringt, denn wer von so vielen Leuten Geld dafür bekommt, dass er ihre Interessen vertritt, der muss ja irgendwie gut und wichtig sein. Und so schließt sich der Circulus vitiosus aus Geld, Einfluss und dem Ansehen in Öffentlichkeit und eigener Partei.
    Wie Helmut Kohl war auch Waigel u. a. für Leo Kirch als "Berater" tätig, was den alten Herren 300.000 Euro pro Jahr (zusätzlich) einbrachte, und dem Herrn Kirch und seinem Imperium alle Türen öffnete, um sein Monopol zu etablieren. Eine Hand wäscht die andere und alle sind glücklich. ALLE? Nein, nur fast alle. Ein paar unverbesserliche Miesepeter meinen, dass das Korruption wären. Naive Idealisten, die keine Ahnung von Politik haben!
 
Kurioser Weise ist Waigel seit Januar 2009 Anti-Korruptions-Beauftragter (Compliance Monitor) beim Technologiekonzern Siemens. Ja so funktioniert das. Politiker übernehmen gutdotierte Aufsichtsrats- und Beraterposten in der Wirtschaft und überwachen sich dann selbst, dass es nicht etwa Interessenkonflikte gibt. Was ja ohnehin völlig abwegig ist. Wie könnte es jemals Interessenkonflikte zwischen Politik und Wirtschaft geben. Gelegentlich gibt es die mit den Wählern, diesen tumben Wutbürgern. Aber die kriegen sich schon wieder ein, bis zur nächsten Wahl ...
 
Siehe auch Beraterjobs

 

Politiker
sind zwar nur das zweitälteste Gewerbe der Menschheit, aber dafür noch deutlich anrüchiger als das erste, das auch schon keinen besonders guten Ruf genießt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

 

 
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